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An der Strasse der Romanik gelegen
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Wer gerne wandert, angelt oder einfach nur Freude an der Natur hat, wird sich in Sandau wohl fühlen.
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Auch im Winter ist es in Sandau schön. Verschneite Waldwege laden zu einem ausgiebigen Schnee-Spaziergang ein und Kinder können auf dem Elbdeich rodeln.
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Kirche St. Laurentius/St. Nicolaus
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alte Postkarte von Sandau
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Fast hätte sie den Krieg unbeschadet überstanden.....
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Die Zerstörung Sandaus und des Kirchturms begann erst am 13. April 1945. Der damalige Stadtkommandant Beck befahl die Verteidigung der Stadt “bis zum Schluß”. Mittags um 13.00 Uhr fiel der erste Schuß, auf den ein 12-tägiges Bombardement folgte. Am 16. April 1945 wurde der Glockenturm zerstört und die Glocken (1. Glocke 1,51 m hoch und 2,2 t schwer, 2. Glocke 1,32 m hoch und 1,6 t schwer) fielen dabei herunter. Sie wurden im August 1949
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wieder aufgehängt.
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Rund 60 Jahre nach dem Beschuss
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Der Wiederaufbau des Kirchturms war zunächst umstritten, da der verstümmelte Glockenturm als Mahnmahl bestehen bleiben sollte. Nach einer Umfrage allerdings waren rund 80% der Befragten dafür, den Kirchturm wieder aufzubauen. Also erfolgte am 11. August 2002 die Grundsteinlegung.
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Für die Menschen, die sich hier ansiedelten, war die Elbe von großer Bedeutung. Brücken gab es nur in den größeren Städten, wie Tangermünde und Wittenberge. So bewilligten die askanischen Markgrafen im Jahre 1272 für die Stadt Sandau zur Flußübersetzung eine “Freie Fähre” Die Fähre sollte immer Besitz der Sandauer Bürger und deren Nachkommen bleiben. Die Elbübersetzung glich einem Nadelöhr auf der Heer- und Handelsstraße nach Osten.
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Die Fährgerechtigkeit war lange ein Privileg der Stadt Sandau. Im Jahre 1703 kam die Elbfähre in Pacht. Für das Quartal wurden 37 Taler und 12 Groschen eingenommen. Im letzten Weltkrieg wurde die Fähre durch drei Volltreffer beschädigt. . 1962 gingen die Fähren in Stadteigentum über. Seit 1991 ist eine neue Elbfähre in Betrieb, eine Gierfähre. Diese Gierfähre hängt an einem 500 Meter langen Seil, das flußaufwärts am Grund befestigt ist. Allein durch die Schrägstellung des Schiffskörpers drückt die Strömung den Kahn 200 Meter über den Strom. Dadurch ist es möglich, mit geringem Kraftstoffverbrauch zu fahren. Bei Hochwasser allerdings wird die Fähre abgehängt und fährt mit Motorbetrieb, um die Elbüberführung so lange wie möglich zu gewährleisten.
Die Sandauer Fähre ist 36 Meter lang, knapp 10 Meter breit und kann bis zu 45 Tonnen, bzw. 12 Autos transportieren.
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1190
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Sandau wird erstmals urkundlich erwähnt als „Villa Sandowe“ und war zu dieser Zeit ein Dorf
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1200
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Bau der Kirche als spätromanische, querschifflose Basilika und Weihe der Kirche nach dem heiligen Nikolaus
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1272
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Bewilligung einer freien Fähre und erstmalige Bezeichnung als „Stadt“, seit 1996 Kombinierte Fähre „Gierseil und Motor“
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13. Jahrh.
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Planmäßige viereckige Stadtanlage mit gerundeten Ecken und gitterförmigem Straßennetz
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1322
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Errichtung einer Burg und Befestigung der Stadt mit Mauern, vier Türmen und Warten, Wällen, Gräben sowie drei Toren. Ein Rest der erhaltenen Stadtmauer befindet sich in der Mauerstraße.
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1354
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Sandau kommt zum Erzbistum Magdeburg und scheidet aus dem Verband mit der Altmark und der Mark Brandenburg aus.
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14./15. Jahrh
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Bau des Rathauses,1693 wird ein „Bürgerlicher Gehorsam“ (Arrestlokal) eingebaut, bis 1952 diente es auch als Gericht
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1584
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Durch Feuer werden 60 Häuser samt dem Rathaus vernichtet
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1625
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Verstärkte Befestigung der Stadt im 30-Jährigen Krieg
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1648
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Nach dem 30-Jährigen Krieg sind 150 Häuser, 3 Windmühlen und die Rossmühle niedergebrannt, die Ziegelei abgerissen, die Fährschiffe versenkt, die Kirche geplündert und die Gärten verwüstet.
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1680
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Durch den Westfälischen Frieden ging das Herzogtum Magdeburg 1680 in preußischen Besitz über, so dass auch Sandau unter preußische Hoheit kam
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1693
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am Rathaus wird ein “Bürgerlicher Gehorsam” (Arrestlokal) gebaut
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1695
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Die Stadt brennt völlig ab
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1703
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Abbruch der Festungsmauer
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1718
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Das neue Rathaus wird vollendet
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Nach 1806
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Durch Napoleons Sieg gehörte Sandau wieder für einige Jahre zur Altmark
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1820
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Die Stadt weist 303 Häuser und 1449 Einwohner auf
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1823
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In Sandau wurde ein Land- und Amtsgericht errichtet
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1840
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Gänzliche Abtragung der Stadtbefestigung
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1844
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Bau der Staatschaussee Genthin-Havelberg
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1850-1852
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Erbauung des Schulgebäudes
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1854
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Die Kirche wurde nach ursprünglichen Plänen durch den Baurat Adler wiederhergestellt
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1892
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Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Sandau
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1898
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Einweihung des Denkmals am 08. Mai. Die Vorderseite des Kernstückes ist mit der Inschrift versehen:
„Den Gründern des Reiches und seinen tapferen Söhnen“
1945 wird das Denkmal stark beschädigt, die Intarsien entwendet und entfernt, eine neue Inschrift lautet: 7.000.000. Tote mahnen – Nie wieder Krieg.
In den sechziger Jahren wurde jedoch auch die Zeile Nie wieder Krieg entfernt. 1992/1993 wurde das Umfeld des Denkmals wieder hergerichtet.
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1898
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Bau der Post in der Großen Scheunenstrasse (heute Poststrasse), Schließung 1995
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1909
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Die Kleinbahn Schönhausen-Sandau wird eröffnet, 1993 wird der Bahnbetrieb wieder eingestellt.
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1937
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Eröffnung des Kindergartens im ehemaligen Elektrizitätswerkes in der Mauerstrasse
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1939
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Eröffnung der Tankstelle
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1945
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Durch amerikanischen Artilleriebeschuß werden ca. 80% der Gebäude zerstört.
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1961
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Errichtung der Freilichtbühne im Stadtpark
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1975
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Das polnische Ehrendenkmal wird aufgestellt
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1991
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Gründung der Verwaltungsgemeinschaft „Elb-Havel-Land“
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2002
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Wiederaufbau des Kirchturms beginnt
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2002
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Hochwasser
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Vor dem Krieg gab es in Sandau:
1 Sägewerk und 2 Baubetriebe 6 Bäckereien 7 Fleischereien 1 Lebensmittelkaufhaus 3 Textilgeschäfte Buchdruckerei Post Apotheke Gericht Armenhaus, gleichzeitig Krankenstube Gefängnis 10 Gaststätten, davon 4 Hotels, das bedeutendste war das Wernicke 4 Tanzsäle: Schützenhaus, Elbstrand, Lindenhof und Sanssouci
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In den letzten Kriegstagen lag eine Einheit der Waffen-SS in dem Waldstück zwischen Sandau und dem Havelberger Mühlenholz. Am 12. April 1945 bezog die US-Armee mit Panzerstoßtrupps das linke Elbufer gegenüber von Sandau. Die Amerikaner schickten einen Offizier mit weißer Fahne hinüber, um über eine Kapitulation zu verhandeln. Der Stadtkommandant, ein 48-jähriger Reserve-Offizier, war auch dazu bereit, aber die SS fühlte sich durch dieses Ansinnen so in ihrer Ehre gekränkt, daß sie -gegen alle Regeln des Kriegsrechts- den Parlamentär erschoß. Die Amerikaner, mit Recht empört, antworteten mit einem Vergeltungsschlag, allerdings nicht gegen die SS-Einheit im Wald, sondern gegen die friedliche Stadt Sandau. Der Stadtkommandant wurde abgesetzt und an seine Stelle trat der 19-jährige Beck. Zusammen mit dem Bürgermeister Sander bereitete er die Verteidigung der Stadt vor. In der Nacht zum 21. April 1945 erhielt Bürgermeister Sander von SS-Offizieren den Befehl, sofort dafür zu sorgen, daß alle weißen Fahnen, die wieder an vielen Häusern der Stadt angebracht worden waren, zu entfernen. Damit gaben sie Sandau der Vernichtung preis, denn als die Amerikaner am nächsten Morgen sahen, daß die Zeichen der Übergabebereitschaft verschwunden waren, verstärkten sie den Beschuss, setzten Sprengstoffgranaten und Phosphor ein und legten die Stadt in Schutt und Asche. Am 25. April war Sandau zur Übergabe bereit.
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SANDAU GEDENKT DER ZERSTÖRUNG DER STADT VOR 60 JAHREN
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Am 13. April 2005 gedachte auch Sandau der Zerstörung im Jahre 1945. Um 13:00 Uhr begannen die Glocken zu läuten, zur gleichen Zeit, als vor 60 Jahren der Beschuss begann, der Sandau zu 80% zerstörte.
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